Herbstliches
Im Herbst gibt es im Engadin noch vieles zu entdecken und geniessen - hier einige Engadiner Herbsterlebnisse
Die Entwicklung von Grün zu Gold mitverfolgen
Wer vom Sporthotel im Herbst in die Wälder schaut, kann je nach Zeitpunkt des Aufenthalts in den Ferien von Tag zu Tag eine Veränderung feststellen. Im Jahr 2025 war der Farbwechsel im Oktober. Zuerst mischte sich in den ersten Oktobertagen langsam ein Gelbschimmer in die Lärchennadeln. In der folgenden Woche nahm der Gelbanteil dann nach und nach zu, nahm überhand und kippte schliesslich ins Goldene. Die Arven ganz in der Nähe blieben ihrem dunklen Grün hingegen treu. Im Jahr 2026 zeigt sich Anfang Oktober ein ähnliches Bild, ein erster feiner Gelbschimmer lässt sich ausmachen. Und von diesem Zeitpunkt an kann es dann jeweils sehr schnell gehen.
Wer sich vorinformieren möchte, kann sich die Herbstfarbenprognose auf srf ansehen. Einen Eindruck vom aktuellen Stand der Herbstfärbung in Pontresina kann auch die Webcam des Sporthotels liefern.

Fleissiger Arbeiter
Und wer nicht den richtigen Zeitpunkt trifft, um dieses Naturereignis mit zu erleben, hat vielleicht die Chance einen Helfer der Arve oder sein Werk im Wald zu entdecken, den Tannenhäher. Dieser hat eine zentrale Rolle für die Verbreitung der Arve. Denn der Tannenhäher kann die verschlossenen Arvenzapfen mit seinem Schnabel knacken und die Samen herauspflücken. Anschliessend versteckt er die Arvensamen als Nahrungsvorrat. Gemäss einem Artikel von Eike Lena Neuschulz schafft es ein einzelner Tannenhäher in einer Saison bis zu 100'000 Samen der Arve zu verstecken, manchmal in der Nähe der Arven, manchmal aber auch bis zu 10 km entfernt. Da er im Laufe des Winters nicht alle abholt, sorgt er so für Nachwuchs bei den Arven.
Mehr Infos zu diesem fleissigen Arbeiter:
Tannenhäher und Arve, Artikel von Eike Lena Neuschulz auf der Website des Schweizerischen Nationalparks
Erkenntnisse aus dem Tannenhäher Forschungsprojekt der Schweizer Vogelwarte

